Sieht mehr, wenn es dunkel wird.

Die Methode

Erst das Bildfeld. Dann das Gehäuse.

Ein Datenblatt nennt einen Sensor – über Ihr Tor, das Fenster des Nachbarn oder den Switch im Schrank sagt es nichts. Bei Vigilo beginnt jedes Angebot mit der Frage, was man sehen darf und was man sehen muss.

Bemaßter Grundriss auf dem Tisch, daneben eine Kamera im Karton, noch nicht ausgewählt

Vom Rundgang zum Karton.

Sie schicken uns einen bemaßten Plan, oder wir kommen vorbei. Wir benennen die Zugänge, notieren das Licht um 22 Uhr, rechnen den Switch durch und streichen, was nicht gefilmt werden darf. Erst danach fällt die Wahl auf eines der sechs Modelle im Sortiment – nicht auf eines von hundert, nicht auf das „Angebot der Woche“.

Wir führen ausschließlich Bosch. Ob Privathaus, Laden oder kleine Gemeinde: Die Reihenfolge ist immer dieselbe. Die Detailfragen stehen im Praxiswissen – hier zeigen wir, wie wir vom Rundgang zur fertigen Bestellung kommen.

Vier Notizen

Was feststehen muss, bevor wir ein Modell nennen.

Fehlt einer dieser Punkte, kalkulieren wir nicht – wir fragen nach.

Die Zugänge

Welche Tür, welcher Weg, welche Fassade? Ein schmaler, linearer Ausschnitt – Tor, Schaufenster, Rampe – ist etwas anderes als ein offener Hof. Die Bauform folgt dieser Linie, nicht dem Reflex „wir nehmen einen Dome“.

Das Licht um 22 Uhr

Natriumdampf oder LED, Strahler im Bild, unbeleuchteter Hintergrund. Das Mittagslicht zählt nicht. HDR, starlight und Infrarot lösen unterschiedliche Probleme – wir stapeln sie nicht „zur Sicherheit“.

Der Switch

Freie Ports, PoE-Klasse, Meter bis zur Montagestelle. Alle Modelle laufen über ein Kabel – aber nicht an jedem Port und nicht auf jeder Länge. Wir rechnen das, bevor geschraubt wird.

Der Rechtsrahmen

Nachbar, Hausflur, Sanitärbereich, öffentlicher Weg: Diese Flächen streichen wir. Ein Weitwinkel, der den Gehweg mitnimmt, macht das Bild nicht besser, sondern oft unzulässig. Der DSGVO-Rahmen steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten.

Ein bemaßter Plan, ein paar Fotos in der Dämmerung, die Typenbezeichnung des Switches, falls vorhanden – und ein Telefonat. So kalkulieren wir auf Basis Ihrer Unterlagen, egal wo in Deutschland Sie sind.
Lagerhof um 22 Uhr: Notizbuch, Natriumleuchte, Stahltor, Dome unter der Traufe, dahinter ein dunkler Parkplatz

Die Reihenfolge

Bildfeld, dann Nacht, dann Leitung.

Diese Reihenfolge ist kein Ritual. Ein vergessenes Bildfeld filmt den Hausflur. Eine vergessene Nacht kauft Infrarot unter Natriumlaternen. Ein vergessenes Kabel legt den Dome lahm, sobald der Strahler anspringt. Analyse und Speicherung kommen nach dem Rahmen – nicht vorher und nicht „bei der Inbetriebnahme“.

Farbe nach Mitternacht ist kein Schalter. Ein Strahler, der den Vordergrund überstrahlt, und ein Weg ganz ohne Leuchte brauchen zwei verschiedene Hebel – nicht ein „Nachtmodell“. Das klären wir vor Ort, nicht beim Blättern im Prospekt.

Ort → Modell

Eine Situation, eine Empfehlung.

So legen wir es auf den Tisch. Die Herstellergarantie bleibt, wie sie ist: 5 Jahre auf Festoptiken (Lieferung nach November 2021), 3 Jahre auf die beweglichen Teile der AUTODOME.

SituationUnsere WahlWarum
Eingang, Tor, gerade FassadeDINION 3100i IR5-MP-Bullet, IR 30 m, HDR. Von Weitem sichtbar – Präsenz statt Tarnung.
Hof, Parkplatz, Dome unter der TraufeFLEXIDOME outdoor 5100i IRstarlight, 60 B/s, IR 45 m. Unser meistverbautes Modell.
Halle, Laden, GroßraumPanoramic 5100i (IP42)360° ohne tote Winkel. Draußen übernimmt der IR-Zwilling (IP66).
Rampe, Rundgang, langer ParkplatzAUTODOME 5100i30× Zoom, starlight. Folgt dem Lkw – sieht dabei aber das Tor nicht mehr.
Exponierter Standort, harter KontrastFLEXIDOME 8100i Xstarlight X, HDR X, PTRZ, IK11. Wenn der Ort es verlangt – nicht als Prestige.

Die Panoramakamera überblickt die ganze Halle, liest aber kein Kennzeichen am Ende der Rampe. Die PTZ folgt dem Lkw – solange hat das Tor kein Auge. Wir verkaufen die Funktion, nicht das Kürzel. Passt Ihre Situation in keine dieser Zeilen, sagen wir das offen.

Das Ergebnis

Ein Angebot, kein kopierter Preiszettel.

Innerhalb von 24 Stunden an Werktagen, geschrieben von einem Menschen statt von einem Ticketsystem. Darin steht:

  • das Modell für jeden Montageort
  • das PoE-Budget und die Kabelwege
  • die ausgeblendeten Bereiche
  • die geplante Speicherdauer
  • die Analyse-Regeln, falls gewünscht: Linie, Uhrzeit, Empfänger

IVA Pro ohne Empfänger ist nur eine Klingel, auf die niemand mehr reagiert. Deshalb schreiben wir Empfänger, Linie und Ruhezeiten genauso konkret auf wie das Gehäuse. Und wir sichern den Stream ab: echtes Passwort, kein UPnP, Aufzeichnung auf dem Rekorder statt auf der Speicherkarte im Dome.

Vigilo plant Hardware und Rahmen. Für Installation und Datenverarbeitung bleibt der Kunde verantwortlich. Einen „Gefälligkeitswinkel“ auf die Terrasse des Nachbarn verkabeln wir nicht.
Fassadenfoto mit Folie, ein Rechteck auf dem Tor, graues Klebeband auf Fenstern und Nachbarbalkon
Statt Grundriss: ein Foto der Straße, Folie darüber, Klebeband auf allem, was rechtlich tabu ist. Das Rechteck ist das Tor.

Klare Grenzen

Was wir nicht verkaufen.

Kein Lightfinder, kein Edge Vault – das sind andere Kataloge. Bei uns: starlight und starlight X dort, wo Bosch sie so nennt, HDR und HDR X, IVA Pro, IP66, IK10 oder IK11, PoE.

  • keine IP42-Kamera im Freien, nur weil ein Vordach da ist
  • keine Panoramakamera, von der man einen Rampenzoom erwartet
  • keine Speicherung „bis die Platte voll ist“
  • keine Kamera, die aus jedem Netz erreichbar ist

Bosch / Keenfinity bleibt Inhaber der Serienbezeichnungen. Vigilo ist Fachhändler und Planer, nicht Hersteller. Die Produktbilder auf dieser Website zeigen die Bauform, kein offizielles Herstellerdatenblatt.

Lassen Sie uns Ihren Ort ansehen.

Plan, Fotos, Switch-Modell – mehr braucht es für den Anfang nicht. Den Rest klären wir am Telefon.